Samstag 28. Dezember 2019 Marco Deutschmann

Aus Hollywood Filmen Verhalten lernen? – Darum geht das nicht

Ein richtiger guter Hollywood Film, tolle Szenen und die Dialoge erst. Wow! Der Hammer! – Und jetzt lerne ich wie sich die Protagonisten verhalten, was sie wann sagen und kopiere es. Dann; werde ich großartig in meinem Leben sein! – Ein Trugschluss.

 

AnalyseAnalyse

Wer kennt sie nicht, die großartigen Dialoge aus Hollywood. Szenen in denen ein ganz bestimmtes Verhalten ausgelebt wird und wir uns dann sofort denken. “Mensch, so will ich auch sein”.

Also, warum denn nicht einfach das Verhalten, das Sprechen der Protagonisten in Hollywood kopieren und in den eigenen Alltag integrieren? Das Er-lernen dieser Muster, scheint ja recht einfach zu sein, denn letzen Endes muss man ja nur die Szene immer und immer wieder ansehen, um so ganz einfach zu lernen wie die Sprache und das Verhalten eingesetzt wird.

Tja, in der Theorie klingt das fast schon zu einfach und siehe da, es ist tatsächlich sehr einfach sich dies anzutrainieren. Wo liegt denn dann das Problem?

 

ProblemProblem

Vergraben. Vergraben im eigenen Leben. Realität und Fiktion sind eben nicht dasselbe. Wobei man über die Realität auch sprechen kann. (Vgl. Blog Artikel – Realitätswahnsinn) Was im Film gut funktioniert, hat rein gar nichts mit dem eigenen Leben zu tun. Hier ist warum:
– Hollywood Szene
ist eine vorgefertigte Handlung, die völlig aus dem Kontext eines vergleichbaren Lebens gerissen ist. Hollywood Filmszenen werden teilweise chronologisch durcheinander gedreht. Das Ende zu erst, dann der Anfang, dann die Mitte und dann wird es passend zusammengesetzt.

Dialoge werden passend aufeinander abgestimmt, das heißt, in Wahrheit ist jede Frage eine rhetorische Frage, weil die Antwort ja eh schon bekannt ist 😉
Noch schlimmer ist, dass die Sprache und das Verhalten keinen Zufällen oder wenigstens echten Ereignissen entsprach, sondern aneinander gereihte „Monologe“ in Wahrheit darstellen. Denn Unterbrechungen des Verhaltens oder des Sprechens sind eben vorgeben und finden somit nur selten echt statt.

+ Lebensszene
entwickelt sich. Energien und zukünftige Ereignisse beeinflussen sich ständig gegenseitig. Wer heute dauerhaft zu viel isst, wird in der Zukunft fett. Im Hollywood Film kann man es andersherum darstellen. Ich bin fit, also wird das Ende gedreht, dann esse ich zu viel und somit hat der Film einen Start.

In den seltensten Fällen kann man das vorbereitete Gesagte auch wirklich exakt so durchziehen, wie man sich das vorstellt. (Besonders wenn es ein recht langer Satz ist.) Vielmehr wird man durch die “neuen”, Umstände abgelenkt und verwirrt. Hinzu kommt der jeweilige emotionale Zustand der anderen Person, mit dem sehr viele Menschen weder gerechnet noch gelernt haben damit umzugehen. Genau dann, kann eben die Szene nicht nachgestellt respektive kopiert werden.

 

LösungLösung

Das “Erlernen” von Emotionen zu verstehen. Zu erkennen und zu lernen damit gut umzugehen. Genau aus diesem Grund, kann der Erfolg von sogenannten “Schlagfertigkeitstrainings” nur mittelmäßig sein, denn es wird nicht trainiert auf einen Konflikt einzugehen sondern vielmehr wie eine Henne zu agieren. (Klick, surr – Konditionierung) Sprich der Mensch gegenüber wird einfach GAR NICHT MEHR zu Wort gelassen und die auswendig gelernten Floskeln wie ein Maschinengewehr ausgespuckt. Jetzt kann man sich selbst fragen, wie “wertschätzend” dieses Verhalten anderen Menschen gegenüber ist. Auch, ob der Konflikt damit beseitigt wurde oder dadurch nur extrem verstärkt wurde.

Hier eine andere Methode. Meine Methode aus Hollywood Filmen doch etwas mitzunehmen:
+ Analysiere den Moment des Geschehens im Film. Wie kam es zu dieser Szene?
+ Was genau hat Dir an Sprache und Verhalten gefallen? (Metaebene)
+ Was ist es, dass Du wirklich im Leben damit erreichen möchtest?
+ Lerne Deine Emotionen zu kontrollieren
+ Lerne den Umgang mit den Emotionen Deiner Mitmenschen
+ Achte stark darauf, im Gespräch wertschätzend zu sein und immer das Gesicht der anderen Person zu wahren
+ Lerne nicht ganze Sätze, sondern einzelne Fragmente eines Satzes, um es kurz zu halten

 


Autor:

Marco Deutschmann

Marco Deutschmann

Emotionologe | Speaker | Life Coach

Meine Live-Biographie ist buchbar
Monsieur 17507E – vom Drogenkurier zum Life Coach

Meinen Fokus lege ich gezielt auf Emotionen, denn diese gilt es zu kontrollieren und zu steuern. Damit die Emotion uns dienlich ist und zueinander führt. – Knapp 7 Jahre lang war ich im Gefängnis, in dieser Zeit habe ich Menschen intensiv studiert und entwickelte/entwickle einfache Konzepte, Systeme & Methoden zum einfacheren Umgang miteinander.

– Meine größte Stärke: „Es gibt immer mindestens eine Lösung.“ –

Nutznießer meiner Erfahrungen sind: CEO‘s/Manager – Führungskräfte – Auszubildende

PS: All meine Werke (außer Bildern) dürfen vervielfältigt, kopiert z.B. für Seminarzwecke, und weitergeben werden, wenn ich als Urautor genannt werde.

PPS: Mehr über meine Geschichte und weshalb ich ins Gefängnis kam unter www.MarcoDeutschmann.de/Media

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